Großmeister Chen Shi Hong


Grandmaster Chen Shi Hong

 

Chen Shi Hong wurde im Jahr 1959 in der Stadt Jinhua, Provinz Zhejiang, geboren. Bereits in seiner Kindheit trainierte er mit seinem Vater Wushu. Er besuchte die Shaolin-Sportschule und zeichnete sich besonders in den Techniken des Shaolin-Boxens, des Gefangennahme-Kampfes und des Schattenboxens (Taijiquan) aus. Herausragende Ergebnisse erzielte er weiters in den Kampfarten mit Säbel, Schwert und Stock.
 

In den 80er Jahren lernte er Großmeister Chen Xiaowang, den offiziellen Erben des Chen Taijiquan der Chen Familie in der 19. Generation, kennen, der sein großes Vorbild wurde. Großmeister Chen Xiaowang nahm ihn persönlich als Schüler auf und führte ihn zur Meisterschaft. Meister Chen Shi Hong ist nun Nachfolger in der 20. Generation des Chen Taijiquan.
 

Er wirkte als Darsteller in mehreren Kampfkunst-Filmen wie "Die Macht der Shaolin" und "Der heilige Bettler" mit, u.a. zusammen mit Li Lianjie (Jet Li). Durch seine hervorragende Kampfkunst-Technik hat er sich in Kampfkunstkreisen einen großen Namen verdient.
 

Im Jahr 1987 folgte Chen Shi Hong einer Einladung des bekannten japanischen Karatemeisters Nagayama Masatosi nach Japan, um dort die Wushu-Kunst zu lehren. Er war dort 3 Jahre als Cheftrainer des japanischen Taiji-Vereins tätig und setzte einen weiteren Schritt in der Entwicklung der chinesischen Kampfkunst in Japan. 1990 kam Meister Chen Shi Hong von Japan nach Österreich und führte mit großem Erfolg seine Kampfkunst vor. Seither unterrichtet er in Wien.
 

Im Jahr 1991 gründete er in Wien den ersten Wushu-Verein Österreichs (Austrian-Chinese Wushu Association). Die Mitglieder dieses Wushu-Vereins reisten in den Jahren 1992, 1995, 1996, 1999 und 2000 im Namen des Österreichischen Nationalteams nach China, nahmen an den internationalen Wushu-Wettkämpfen teil und erzielten gute Leistungen für Österreich. Meister Chen Shi Hong wurde persönlich der Preis "Auszeichnung für Schattenboxen (Taijiquan) und Wushu" verliehen. In den Jahren 1992 und 1995 erhielt Meisten Chen bei den Internationalen Taiji- und Wushu-Meisterschaften in Wudang Medaillien für Taijiquan im Chen Stil und das Boxen im Salto-Stil.
 

1997 nahm das Österreichische Nationalteam unter seiner Leitung am "4. internationalen Wushu-Wettkampf" in Rom teil und sein Team wurde als offizielles Mitglied vom Olympischen Komitee anerkannt. Meister Chen Shi Hong hat durch sein Bestreben, die Aufnahme der chinesischen Wushu-Kunst als Wettkampfkategorie bei den Olympischen Spielen zu erreichen, bleibende Verdienste erworben.
 

Mittlerweile wurde die Wushu-Kunst auch vom Sportministerium in Österreich anerkannt. Noch im selben Jahr wurde der chinesische Wushu Verband in Österreich ins Leben gerufen.
 

Meister Chen Shi Hong ist neben seiner Tätigkeit als Generaltrainer für Nationalformen, Wushu-Sanda-Kampf und Taijiquan zugleich für den chinesischen Wushu-Verband in Österreich zuständig.
 

Er gilt als einer der Pioniere für die Verbreitung der chinesischen Wushu-Kunst in China, Japan und Europa. Viele Fernsehstudios und Zeitungen haben über ihn Berichte verfasst.
 

Er ist Ehrenvorsitzender der Forschungsgemeinde für Chen-Stil Taijiquan in China, Präsident der "International Chen Style Taiji Friendship Association" in Tokio und Verantwortungsträger der internationalen Vereinigung für traditionelle chinesische Kampfkunst.
 

Mit ganzem Herzen und ganzer Seele wirkt er mit an der Verbreitung der chinesischen Kampfkunst.